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Verein für Pointer und Setter Im Verein für Pointer und Setter sind alle fünf englischen Vorstehhunderassen vertreten: Der Gordon Setter, der Irish Setter, der Irish Red and White Setter, der English Setter und der Pointer. Der Verein für Pointer und Setter ist Mitglied im VDH und im JGHV. Für die Erlangung der Zuchttauglichkeit müssen die Hunde auf HD untersucht werden (mindestens A1 – B2), die JuS (Jugendsuche) als Anlageprüfung absolviert haben oder eine andere vom Verein anerkannte Anlageprüfung (JAP im Gordon Setter Club Deutschland mit zusätzlichem Schußtest oder Derby bei Deutsch Kurzhaar oder Internationales Derby im English Setter Club mit zusätzlichem Schußtest) und sich ab dem 01.01.2009 einem Zuchttauglichkeitstest zur Feststellung des Standards unterziehen (Überprüfung der Vollzahnigkeit, der Größe, des allgemeinen Entsprechens des Standards usw.) und einen Formwert auf einer Ausstellung bei einem beliebigen Richter beibringen (sg oder V). Bei der jagdlichen Prüfung sind Mindestnoten für die Zuchttauglichkeit zu erreichen (Suche, Nase Vorstehen). Bei den Prüfungen des Vereins für Pointer und Setter wird immer ein separater Schußtest durchgeführt (wie bei allen Prüfungen des JGHV), der Hund sucht und es wird ohne Wildkontakt geschossen.
Prüfungen im Verein für Pointer und Setter Die Prüfungen beim Verein für Pointer und Setter werden nach dem 12-Punkte-System gerichtet, d.h. in verschiedenen Fächern sind jeweils maximal 12 Punkte zu erreichen, wobei 12 Punkte = herausragend (wird nur in Ausnahmefällen vergeben) 9-11 Punkte = sehr gut bedeuten 6-8 Punkte = gut 3-5 Punkte = genügend 0-2 Punkte = ungenügend (durchgefallen)
Soll durch die Prüfung die Zuchttauglichkeit erlangt werden, muss der Hund in den Fächern Nase, Vorstehen und Suche jeweils mindestens das Prädikat gut erlangen. Es wird zwischen denen im Frühjahr stattfindenden Frühjahrsprüfungen und den im Herbst stattfindenden Herbstprüfungen unterschieden. Die im Frühjahr stattfindenden spezifischen Prüfungen für englische Vorstehhunde sind ausschließliche Feldprüfungen, in denen im Gegensatz zu den Herbstprüfungen keine Apportfächer und Wasserarbeit verlangt werden. Des weiteren wird zwischen Anlage- und Leistungsprüfungen differenziert. Bei den Anlageprüfungen werden – wie es der Name schon sagt – vorrangig die Anlagen des Hundes überprüft, bei Leistungsprüfungen wird ein höheres Niveau z.B. der Suche erwartet und der absolute Gehorsam am Haar- und Federwild. Diese Prüfungen werden zumeist als Einzelprüfungen und als Paarprüfungen angeboten, bei denen zwei Hunde zusammen einen Suchengang absolvieren, hierbei können nur Hunde bestehen, die beim Vorstehen des Partners sekundieren. Alle Prüfungen werden von drei Richtern gerichtet (wie beim durch den JGHV ausgerichteten Prüfungen), von denen mindestens einer Spezialleistungsrichter sein muß.
Folgende Prüfungen werden angeboten:
Frühjahr:
JuS – Jugendsuche (Feldsuche, in der im Normalfall ein Paargang enthalten ist, um die Anlage des Junghundes zum Sekundieren zu prüfen. Höchstalter: 24 Monate)
ES – Einzelsuche (Leistungsprüfung, reine Feldprüfung)
PS – Paarsuche (Leistungsprüfung, reine Feldprüfung im Paar)
Herbst:
JuSH – Jugendsuche Herbst (Anlageprüfung, Feldsuche und sicherer Apport des Hundes einer toten Ente aus dem Wasser mit Überprüfung der Schußfestigkeit am Wasser. Höchstalter: 32 Monate)
HJS – Herbstjagdsuche (Leistungsprüfung, Feldprüfung und Apport an Land und aus dem Wasser)
HJPS – Herbstjagdpaarsuche (Leistungsprüfung, Feldprüfung und Apport an Land und im Wasser)
Neben diesen Prüfungen werden zum Teil im Herbst Prüfungen des JGHV angeboten, z.B. die HZP/AZP, VGP, Bringtreue.
GT - Gibier Tiré als Solo und Paar, Sonderform der HJS und HJPS, wird nach dem 20 Punkte-System gerichtet, hier ist eine Erlangung von Anwartschaften für Internationale Arbeitstitel möglich.
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GSCD – Gordon Setter Club Deutschland Im Gordon Setter Club Deutschland werden ausschließlich Gordon Setter gezüchtet und er ist ebenfalls Mitglied im VDH und im JGHV. Für die Zuchttauglichkeit sind mindestens die JAP (Jugendanlageprüfung) und die HAP (Herbstanlageprüfung) erforderlich, bei der neben der Feldsuche auch eine tote Ente aus dem Wasser geholt werden muß, hierbei wird die Schußfestigkeit im Wasser überprüft in dem auf die Wasseroberfläche geschossen wird, wenn der Hund zur Ente schwimmt. Beide Prüfungen müssen mindestens mit einem sehr gut als Gesamtnote bewertet werden. Ein zuchttauglicher Hund muß den Formwert sg oder V haben und ein HD-Ergebnis von A oder B.
Prüfungen beim GSCD:
Auch beim Gordon-Setter-Club gibt es eine Unterscheidung zwischen Anlage- und Leistungsprüfungen und Prüfungen als Einzel- und Paarprüfungen.
Beim GSCD werden alle Prüfungen nach dem 20-Punkte-System bewertet, dabei bedeuten: 16-20 Punkte = vorzüglich 11-15 Punkte = sehr gut 6-10 Punkte = gut 0-5 Punkte = ungenügend
Beim GSCD wird immer beim Abstreichen von Federwild geschossen, um die Schußfestigkeit zu überprüfen. Vorstehen am Haarwild wird nicht für das Bestehen von Prüfungen gewertet.
Die Prüfungen werden von zwei Richtern gerichtet, von denen mindestens einer Spezialleistungsrichter ist. Ausnahme: Prüfungen des JGHV wie HZP, AZP und VGP, hier richten drei Richter.
Bei den Leistungsprüfungen können die Hunde Anwartschaften (CAC / CACIT) für nationale und internationale Arbeitstitel erringen.
Folgende Prüfungen werden angeboten:
Frühjahr:
JAP – Jugendanlageprüfung (Anlageprüfung, Feldprüfung, bei der die Schwerpunkte auf die Anlagen zu einer weiten, rassespezifischen Suche und dem Manieren beim Vorstehen liegen. Höchstalter: 24 Monate)
Internationles Derby Solo – reine Feldprüfung, wie JAP, allerdings mit Wildgehorsam, kurzes Nachprellen nach dem Vorstehen beim Abgehen des Wildes ist erlaubt, beim GSCD Leistungsprüfung, beim Verein für Pointer und Setter nicht als Leistungsprüfung anerkannt, Höchstalter 24 Monate
Internationales Derby Paar – wie Solo, nur ausschließlich im Paargang, Sekundieren muß unter Beweis gestellt werden, Höchstalter 30 Monate
FES – Feldeinzelsuche (Leistungsprüfung, Schwerpunkt: weite, systematische Suche, sicheres festes Vorstehen, ggf. Nachziehen, absoluter Wildgehorsam, Überlaufen von Wild führt zum Ausscheiden, wenn der erste Suchengang nicht im vorzüglich erfolgt ist: kein Wiederaufruf)
FPS – Feldpaarsuche (wie FES, nur im Paar, Sekundieren muß gezeigt werden)
Herbst:
HAP – Herbstanlageprüfung (Anlageprüfung wie JAP, zusätzlich muß eine tote Ente aus dem Wasser apportiert werden, Überprüfung der Schußfestigkeit am Wasser)
Internationales Derby solo (siehe Frühjahr)
Internationales Derby Paar (siehe Frühjahr)
JS – Jagdsuche Solo (Leistungsprüfung, Suche, Vorstehen, Apport zu Land und aus dem Wasser, Jagdnähe und Jagdverstand des Hundes stehen vor Weite, absoluter Wildgehorsam)
JPS – Jagssuche Paar (wie JS nur im Paar, Sekundieren muß gezeigt werden)
HP – Herbstprüfung (Leistungsprüfung, Prüfungsfächer wie bei der HZP, höhere Anforderungen jedoch an die Suche und absoluter Wildgehorsam)
Neben diesen Prüfungen werden zum Teil im Herbst Prüfungen des JGHV angeboten, z.B. die HZP/AZP, VGP, Bringtreue.
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JGHV
Jagdgebrauchshundeverein, hier ein Auszug der Homepage:
Der Jagdgebrauchshundverband als Dach- und Spitzenorganisation für das gesamte Jagdgebrauchshundwesen seit 1899 hat sich die Aufgabe gestellt, alle Vereine fest zusammenzuschließen, die durch Prüfung, Zucht und belehrende Tätigkeit für die Beschaffung brauchbarer Jagdhunde sorgen und damit dem waidgerechten Jagen dienen wollen.
Dem Jagdgebrauchshundverband ( JGHV ) gehören z. Zt. 312 Vereine und Verbände an, in denen ca. 180.000 jagdhundeführende Jäger organisiert sind.
Mitglieder:
- Jagdgebrauchshundvereine
- Zuchtvereine für Jagdgebrauchshunde
- Kreisgruppen und Jagdvereine der Landesjagdverbände
- Landesjagdverbände
- Assoziierte Vereine des Auslandes
Aufgaben und Ziele des Verbandes :
- Festsetzung gemeinsamer Prüfungsordnungen
- Erstellen von Richtlinien für das Heranbilden und Ernennen von Verbandsrichtern
- Führung des Deutschen Gebrauchshund-Stammbuches ( DGStB) als Leistungsstammbuch und Dokumentation der Verbandsarbeit.
- Erarbeitung neuer jagdkynologischer Erkenntnisse zum Nutzen der Jagdgebrauchshundarbeit.
- Vergabe von Auszeichnungen und Ehrengaben an verdiente Vereine, Züchter, sowie Führer von Jagdgebrauchshunden.
- Pflege kultureller Belange der Jagdkynologie
Prüfungen des JGHV:
VJP - Verbandsjugendprüfung. Anlageprüfung, in der neben der Feldsuche auch das Ausarbeiten einer Hasenspur bewertet wird. Diese Prüfung wird sowohl vom Verein für Pointer und Setter als auch vom Gordon Setter Club nicht mehr für die Erlangung der Zuchttauglichkeit anerkannt. Altersbegrenzung: Die Junghunde dürfen im Prüfungsjahr am 01. Oktober keine 24 Monate alt sein.
HZP – Herbstzuchtprüfung, Leistungsprüfung mit Feld- und Schleppenarbeit und drei Wasserarbeitsfächern einschließlich der lebenden Ente (außer Hessen). Altersbegrenzung: Die Junghunde dürfen im Prüfungsjahr am 01. Oktober keine 24 Monate alt sein.
AZP – Alterszuchtprüfung, wie HZP, nur für ältere Hunde, mittlerweile nicht mehr beim JGHV anerkannt, jedoch noch bei allen Vereinen für Englische Vorstehhunde.
VGP – Vollgebrauchshundeprüfung, Leistungsprüfung und Meisterprüfung, der Hund wird im Feld, am Wasser und im Wald in zahlreichen Prüfungsfächern erprobt und muß u.a. sicher den Fuchs apportieren und eine Schweißfährte arbeiten. Die Bewertung erfolgt anders als bei VJP und HZP nicht im 12-Punkte-System, sondern im 4-Punkte-System, in Ausnahmefällen ist eine Prädikatserteilung für außerordentliche Leistungen mit 4h möglich.
VPS – Verbandsprüfung nach dem Schuß, „abgespeckte „ VGP ohne Suche und Vorstehen, daher auch für nicht vorstehende Jagdhunderassen geeignet.
VSwPO – Verbandsschweißprüfung, 20 oder 40 h alte Schweißfährte, 1000 m lang, die Prüfung darf nur vom Hunden mit einem Lauteintrag absolviert werden
Btr. – Bringtreueprüfung, der Hund muß einen mindestens 2 h vor Prüfungsbeginn ausgelegten Fuchs auf einmaliges Suchenkommando des Hundeführers frei suchen und sicher zutragen.
Leistungsabzeichen des Jagdgebrauchshundeverbandes:
AH – Armruster-Haltabzeichen, kann nur während einer Verbandsprüfung erworben werden, absoluter Gehorsam an jedem Hasen
Härtenachweis (/), die befugte Tötung von Raubwild, wildernden Katzen und Waschbären im Rahmen des Jagdschutzes durch den Hund, dieses muß glaubhaft bezeugt werden.
Lautjagernachweis (\), Nachweis des spurlauten Stöberns oder Jagens, Zeugnis von zwei Verbandsrichtern notwendig.
Vbr. – Verlorenbringernachweis, dieser kann nur im Rahmen der Jagdausübung erworben werden, der Hund muß mindestens 300 m sichtbar die Wundspur eines Hasen oder Fuchses arbeiten und muß diesen dann sicher dem Hundeführer zutragen.
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Weitere Bezeichnungen im Zusammenhang mit Prüfungen:
ESCD – English Setter Club Deutschland (die Prüfungen werden als Spezialprüfungen von allen Clubs für englische Vorstehhunde und vom Verein für Pointer und Setter anerkannt)
FT- Field Trial (Feldeinzelsuche, z.B. beim English Setter Club)
DK-Verband – Verband Deutsch-Kurzhaar
Derby – Anlageprüfung des Deutsch Kurzhaar Clubs, wie VJP ohne Hasenspur, Prüfung wird durch Verein für Pointer und Setter für die Zuchttauglichkeit anerkannt
Solms – HZP bei Deutsch Kurzhaar
„Hühner“ – im Zusammenhang mit Prüfungen immer Rebhühner
„Hahn“ – im Zusammenhang mit Prüfungen immer ein Fasanenhahn
„der Hund wirft die Hühner“ – der Hund macht die Hühner im Suchengang hoch
„der Hund gibt den Hühnern das Geleit“ – der Hund hat vorgestanden, war beim Abgehen des Wildes jedoch nicht gehorsam und hetzt es
Apportieren – Bringen von kaltem (länger totem) oder warmen (frisch geschossenem) Wild, z.B. bei einer Verlorensuche oder von der Schleppe)
Anschneider – der Hund „frisst“ beim Bringen des Wildes dieses an (Verletzungen, offene Stellen am Wildkörper erkennbar) oder in extremen Fällen nahezu auf, dieses Verhalten führt zum Durchfallen auf allen Prüfungen und zum Zuchtausschluß des Hundes
Totengräber – der Hund trägt das apportierte Wild nicht seinem Führer zu, sondern verbuddelt es, dieses Verhalten führt zum Durchfallen auf der Prüfung
Schußfestigkeit – der Hund zeigt sich vom Schuß nicht beeindruckt, sein Verhalten ist direkt nach dem Schuß wie vor dem Schuß
Leicht Schußempfindlich – der Hund ist nach dem Schuß leicht verunsichert, zeigt ein abweichendes Verhalten, der Führer bekommt ihn jedoch innerhalb von ca. einer Minute wieder in die Suche, mit diesem Eintrag ist ein Hund im Verein für Pointer und Setter eingeschränkt zuchttauglich, d.h. er darf nur mit einem Hund angepaart werden, der schussfest ist
Stark Schußempfindlich – der Hund zeigt sich deutlich vom Schuß beeindruckt, trennt sich nicht mehr vom Führer und ist innerhalb kurzer Zeit nicht mehr zur Aufnahme einer normalen Suche zu bewegen, deutliche Anzeichen von Angst, z.B. Einklemmen der Rute
Schußscheu – der Hund zeigt ein extrem ängstliches Verhalten nach dem Schuß, z.B. Verkriechen, Verstecken, Weglaufen, den Hundeführer überhaupt nicht mehr verlassen
Wiederholung des Schußtestes – bei Hunden die stark schußempfindlich oder schußscheu sind kann ausschließlich im Verein für Pointer und Setter innerhalb von vier Wochen ein Schußtest wiederholt werden, der Termin muß mit dem Obmann für das Prüfungswesen abgesprochen werden, dieser bestimmt auch dementsprechend die Richter; wird der wiederholte Schußtest mit schussfest bestanden, ist der Hund uneingeschränkt zuchttauglich
Weiterreichende Informationen gibt es zu den Prüfungen des Vereins für Pointer und Setter, des GSCD und des ESCD in den jeweiligen Prüfungsordnungen, die genauen Inhalte und Anforderungen der Prüfungen des JGHVs erhält man ebenso wie die des DK-Verbandes bei dem Formularverlag für das Jagdgebrauchshundewesen Gernot Groß.
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